Sorgenkinder in Dauerpflege


In dieser Rubrik erscheinen Sorgenkinder, die sich so gut in ihren familiären Pflegestellen eingewöhnt haben, dass wir ihnen nicht mehr zumuten möchten, nochmals ihr Zuhause zu wechseln oder, wenn wir bisher für sie keine geeigneten Bewerber gefunden haben, dann bleiben sie in ihren Gastfamilien in Dauerpflege.

In diesen besonderen Fällen stehen wir nach wie vor auch in der finanziellen Verantwortung.

Deshalb brauchen gerade auch diese Boxer Ihre Unterstützung und Hilfe,
z.B. durch eine Patenschaft oder Spende. Wir geben gerne Auskunft oder verwenden Sie bitte direkt die Formulare unten.








Übersicht

 
 

Arthos
12.10.10














































Arthos kam als Welpe zu alten Menschen, die leider seinen Entwicklungsphasen nicht gerecht wurden. Er kennt z. B. kein Spielen, kein Streicheln, keine Sozialkontakte.

Als der Rüde in die Erwachsenenphase kam, wurde man mit dem Boxertemperament und –ansprüchen gar nicht mehr fertig. Anstelle von Auslastung und Erziehung wurden Pharmaka zur Ruhigstellung aus der Humanmedizin wahllos eingesetzt. Das führte dazu, dass Arthos heute einen schweren Leberschaden hat. Mit einem Spezialfutter und Medikamenten sind wir optimistisch, diese Erkrankung wieder in den Griff zu bekommen.

Die Therapie seiner geschädigten Psyche ist jedoch weitaus schwieriger. Mit Artgenossen hat Arthos eigentlich keine Probleme. Hierauf reagiert er gelassen und manchmal auch interessiert. Die Menschen haben sich an ihm versündigt und hier liegen die Probleme. Arthos hat eine grosse Sehnsucht nach Streicheleinheiten und zeigt dieses auch ganz deutlich. Er schmiegt sich an das Gitter seiner Tür und fordert Zuwendung. Betritt man sein Zimmer, um ihm näher zu kommen, zeigt er sofort deutliche Stress-Symptome, die sich schnell steigern können. Jede Art der Veränderung bedeutet für ihn Stress pur.

Langsam und behutsam haben wir uns ihm inzwischen genähert. Ganz kleine Erfolge sind sichtbar, z.B. dass er sich von akzeptierten Personen anleinen lässt und wir mit ihm einige Schritte an der Leine gehen können. Diese kleinen Gänge werden behutsam Schritt für Schritt weiter ausgedehnt.

Arthos zeigt sehr deutlich, dass er sein Hundezimmer sehr liebt. Hier fühlt er sich geborgen und umsorgt. Etwas Schöneres hatte er in seinem bisherigen Leben wohl nicht. Unser Boxerhof ist für ihn jetzt zur Heimat geworden. Wir möchten aber gern, dass Arthos irgendwann einmal endlich eine eigene richtige Familie hat.

Es steht aber fest, dass die Therapie für Arthos sehr viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Aus eigener Kraft werden wir Arthos allein nicht helfen können. Wir benötigen eine fachgerechte regelmässige Unterstützung durch eine kompetente Hundetherapeutin, die Arthos regelmässig jede Woche betreut und ihre Vorgaben versuchen wir dann in der Folgezeit umzusetzen.

Wir wollen Arthos auf keinen Fall aufgeben. Er ist im Grunde seines Wesens ein solch liebenswerter Boxer, der für seine unglückliche Vergangenheit nicht verantwortlich ist.

Wir wären sehr dankbar, wenn viele Boxer-Freunde eine Patenschaft für Arthos übernehmen würden oder uns mit einer Spende für die doch erheblichen Kosten unterstützen könnten.

Es wäre zu schön, Arthos als einen glücklichen, fröhlichen und unbeschwerten Boxer erleben zu dürfen.



02.02.11
Erfreulicherweise haben sich einige positive Veränderungen bei unserem Sorgen-Boxer Arthos ergeben.

Dank des Spezialfutters und der Medikamente hat sich seine Leber inzwischen wieder erholt und die Blutwerte liegen im Normalbereich.

Michael Büscher ist inzwischen seine Hauptbezugsperson geworden. Arthos freut sich jedes Mal riesig, wenn sein Pflegeherrchen zu ihm kommt.

In kleinen Übungsschritten wird täglich versucht, den räumlichen Radius von Arthos zu erweitern. Wie froh waren wir alle, als er endlich zusammen mit Michael Büscher durch das Haupttor ging und erstmals das Hofgelände für einige Schritte verlassen hatte. Jetzt können beide schon kleine Runden, je nach Gemütslage von Arhtos, um den Boxerhof machen.

Gestern ging Arthos das erste Mal zusammen mit Michael in das Wohnhaus. Ganz vorsichtig schnüffelte er die Wohnräume ab und suchte dann aber auch gleich wieder Rückendeckung beim Pflegeherrchen. Das alles war so anstrengend, dass er sich auf das grosse Kissen der Büscher-Boxer direkt vor der Heizung niederliess und erst einmal eine Runde schnarchen musste.

Wenn auch die Fortschritte nur winzig sind, so machen sie uns Hoffnung und froh zugleich, dass Arthos auf dem Weg in ein neues Leben ist.

Wir können uns inzwischen vorstellen, dass Arthos in einer Familie mit ruhigem Umfeld, ländlich gelegen und der Möglichkeit, in Stress-Situationen (Besuch, Handwerker etc.) sich in einem geschützten Raum zurückziehen zu können, wieder glücklich werden kann.

30.03.11
Von den erhaltenen Spenden haben wir für Arthos anstelle des bisherigen Hartschalen-Körbchens ein neues SUPER-Kuschel-Körbchen gekauft mit der zutreffenden Bezeichnung „Dreamboy“ und zur Aufmunterung in knall-rot.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön unseren Spendern. So können wir immer mal wieder das Leben unserer Notboxer ein wenig angenehmer machen.

Wie man sieht, ist Arthos einfach begeistert und hat sein neues Lager sofort akzeptiert. In diesen Dingen ist er ja besonders eigen und meckert und schimpft, wenn sein Lager sich verändert, z. B. neue Decken bekam oder seine im Körbchen versteckten Sachen entfernt werden mussten.

Nun liegt er genüsslich im neuen Super-Körbchen und grunzt im Schlaf vor sich hin.

Ein weiterer deutlicher Fortschritt ist ebenfalls zu sehen: Arthos lässt langsam zunehmend mehr menschliche Nähe zu – wenn auch nur von seinen engsten Bezugspersonen. So kann nun auch Manuela Büscher, Pflegefrauchen im Boxerhof, ihn schon mal r ichtig in den Arm nehmen und knuddeln, wobei Arthos deutlich seine Freude zeigt.







17.06.11
Arthos liebt sein Pflegefrauchen Manuela über alles.

Inzwischen ist er Manuelas ständiger Begleiter geworden. Was auch immer im Hundehaus zu tun ist, ob Wäsche waschen, Fressnäpfe putzen, Zimmer schrubben etc. Arthos ist dabei und schaut aufmerksam zu. Hier ist er inzwischen Zuhause und hat in dieser Umgebung keine Ängste mehr.

Derzeit ist er im Freilauf mit Paula und Umea zusammen. Beide Mädels findet er toll und kann sich nicht entscheiden, welche in seiner Gunst am höchsten steht.

Wir sind jedenfalls froh, dass sich Arthos bei uns im Boxerhof so wohl fühlt.












26.07.11
Arthos hat eine neue Freundin, und zwar die kleine Ranee. Das 9-jährige Mädchen hat Arthos schon einige Male im Boxerhof gesehen und es war ihr Wunsch, für diesen armen Boxer etwas Gutes zu tun. So sparte sie über eine längere Zeit ihr Taschengeld und als fast € 50 zusammen gekommen waren, ging sie für Arthos auf Shopping-Tour.

Sie suchte für ihn eine wunderschöne kuschelige blaue Decke aus, die mit seinem Namen bestickt wird. Ausserdem bekam Arthos ein grosses weiches Kuscheltier, da er diese Dinge über alles liebt. Arthos war begeistert und trug seine neuen sofort Sachen in sein Körbchen und legte sich behaglich darauf. Immer, wenn Ranee jetzt zu ihm kommt, ist er ganz begeistert und freut sich sehr.















04.08.11
Arthos hat von seinen Paten Daniela und Marcel ein Paket bekommen.
Damit das alles für ihn noch interessanter wird, darf er dieses natürlich selbst auspacken. Mit Begeisterung taucht Arthos in sein Geschenkpaket und nimmt vorsichtig Teil für Teil heraus.

Leckerchen kommen zutage und ein Kuscheltier, die er besonders gern mag und dann noch ein Quietschi.

Was für ein schöner Tag! Arthos sagt Daniela und Marcel ein dickes Dankeschön!









































05.08.11
Susa aus Bonn hat ebenfalls ein Päckchen mit vielen leckeren Sachen und dazu noch Spielzeug für Arthos geschickt. Die Leckerchen werden wir jetzt im Interesse einer guten Boxer-Figur rationieren müssen. Mit wieviel Freude Arthos seine Geschenke auspackt, ist auf den Fotos zu sehen. Arthos sagt ganz lieben Dank!











21.10.11
Arthos hat Geburtstag und wird 6 Jahre alt





Spendenantrag online

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Volksbank Bad Oeynhausen-Herford eG
BLZ 494 900 70
Kto 26 00 205 500
BIC GENODEM1HFV (für Überweisungen aus dem Ausland)
IBAN DE86 4949 0070 2600 2055 00 (für Überweisungen aus dem Ausland)



Ute Laue Kontakt: Ute Laue
Ansprechpartnerin: Nordrhein-Westfalen
Tel: 05221 / 6 43 20
Email: utelaue@boxernothilfe.de



Boro
12.08.10



















12.08.10
Boro ist ein Fundhund, er lief oder besser er humpelte die Strasse entlang. Er war überglücklich als er angelockt und eingefangen wurde. Da er auch bei uns Probleme mit einem Vorderlauf zeigt, wird er heute in der Tierklinik zum Röntgen vorgestellt werden. Auch ist Boro wahrscheinlich auf einem Auge erblindet. Auf jeden Fall werde ich berichten was die Untersuchung in der Tierklinik ergeben hat.

Boro - den Namen bekam er vom Tierheim und er hört natürlich nicht darauf - ist ein wunderschöner, eher kleiner, Boxerrüde. Er ist sehr verschmust, absolut freundlich und lieb Menschen gegenüber. Artgenossen ignoriert er im Moment - er möchte einfach keinen Stress. Boro scheint eher ein ruhiger Hund zu sein, geschätzt wird er auf 3 bis 5 Jahre.

Er hat ein total knuffiges Gesicht, leider ist uns keine Aufnahme gelungen, ohne seine Riesenzunge, die er ständig jedem präsentiert. Boro fährt sehr gerne im Auto mit und liebt es wenn er geknuddelt und gestreichelt wird.

Es wäre sehr schön, wenn Boro schnellstmöglich ein Zuhause finden würde. Sportliche Familien sind allerdings für ihn in seiner jetzigen Situation nicht geeignet.

25.08.10
Boro ist nun zum Sorgenkind geworden.

Wir mussten ihn in einer Tierklinik vorstellen, weil er mit dem linken Vorderlauf stark humpelte und sehr schlecht fraß. Ich schreibe erst jetzt, da uns nun die ganzen Untersuchungsergebnisse vorliegen.

Um Boro gründlich untersuchen zu können, wurde er in Narkose gelegt und es mussten mehrere Röntgenaufnahmen gemacht werden. Unter anderem auch ein Röntgenbild vom Kopf.

Sein abgebrochener Eckzahn konnte gleich behandelt werden, diese Schmerzen konnten ihm direkt genommen werden.

Erschreckend für uns alle waren die vielen kleinen Schrotkugeln die in Boros Kopf und im Rumpf gefunden wurden. Das könnte auch der Grund sein, weshalb er auf einem Auge blind ist und er seine Zunge nicht mehr kontrollieren kann.

Auf dem Röntgenbild von seinem Bein/Schultergelenk sah man eine riesige Verkalkung und sehr poröse Knochensubstanz. Es war nicht genau klar, ob es ein alter, schlecht verheilter Bruch oder ein Tumor ist. Es wurde ihm eine Knochenbiopsie entnommen. Das Ergebnis war für uns alle ein Schock.

Boro hat ein sehr aggressives Osteosarkom (Krebs).

Boro wird sterben, sein Weg ist vorgezeichnet. Wie lange er noch leben wird, kann keiner voraussagen. Es kann sehr schnell gehen und er soll nicht leiden müssen. Leid und Schmerz hat er in seinem bisherigen Leben genug erfahren.

Er befindet sich nun seit 1 Woche auf einer liebevollen Pflegestelle. Er genießt sein Leben dort über alle Maßen, ist zu allen Vier- und Zweibeinern nur freundlich und lieb. Boro hat ein solch sonniges Wesen, ist glücklich einen Platz gefunden zu haben, wo er umsorgt und auch geliebt wird. Er hat einen unbändigen Appetit.

Wir und die Pflegestelle werden alles mögliche tun, um Boro seine letzte Zeit so schön und schmerzfrei als möglich zu gestalten. Er soll verwöhnt und gepäppelt werden, vielleicht können wir an Boro ein klein wenig gut machen, was ihm Menschen in der Vergangenheit angetan haben. Er wird nicht einsam und verlassen hinter Gittern sterben. Es wird jemand bei ihm sein und ihn im Arm halten, wenn er über den Regenbogen geht...

Wir wünschen ihm noch ein paar Monate, die er genießen kann.

Natürlich waren die Kosten für Boro bis jetzt sehr hoch und es wäre schön, wenn sie uns diesbezüglich mit einer Spende oder einer Patenschaft für den armen Kerl unterstützen würden.

09.10.10
Es gibt ein paar neue Fotos, die zeigen wie wohl er sich auf seiner Pflegestelle fühlt.

Boro hat gute und schlechte Tage. Wenn er es etwas mit seinem Temperament übertreibt, humpelt er besonders stark. Aber man muss auch klar sagen, es ist schwer Boro zu bremsen. An Gewicht hat er mittlerweile gut zugelegt, und es darf nichts essbares herumliegen, ohne dass es sich der Junge heimlich in die Backen schiebt.

Boro hat sich sehr gut eingelebt. Er genießt den "Hundeverbotssessel" mit einem Selbstbewustsein, als wäre dieser extra für ihn gekauft worden. Auch alle andere Liegemöglichkeiten stehen ihm voll zur Verfügung. Er darf fast alles und muss mittlerweile auch etwas gebremst werden, sonst schlägt doch der Boxerübermut mit "mal gucken wie weit ich gehen kann" durch.

Es wird aber auch alles für ihn getan. Er albert rum, hat auch schon 2 mal die dort lebende Hündin aufgemischt, liebt seinen Garten über alles und lebt sein neues Leben sehr intensiv.

Ganz besonders stolz ist er auf sein neues weiches Brustgeschirr, das er bekommen hat.

Im Auto mitfahren - Klasse, da braucht man nicht zu laufen und sieht trotzdem alles von der Welt.

Boro verträgt sein Medikament sehr gut und das Aufbaufutter muss bald gegen ein normales ausgetauscht werden.

Auf einem Foto sieht man sehr deutlich, welch großer Tumor sein Beinchen befallen hat. Solange er noch solche Lebenslust und Fröhlichkeit an den Tag legt, ist seine Zeit hoffentlich noch nicht gekommen. Aber unsere Boxer sind auch sehr tapfer...

Boro hat mit seinem jetzigen Leben auf der Pflegestelle den Joker gezogen. Wir wünschen ihm, dass er diesen noch einige Zeit auspielen darf.


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Vera Dengel Kontakt: Vera Dengel
Ansprechpartnerin: Rheinland-Pfalz/ Saarland/Hessen
Tel: 06371 / 12456
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Ute Laue




Sonja Döbel

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