Dauersorgenkind Odin - Boxer Nothilfe Deutschland e.V.

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Dauersorgenkind Odin

Sorgenkinder > Dauerpflege

02.01.21



Odin ist nun unser neuer Sorgenboxer.


Bereits bei der Aufnahme von Odin war uns bewusst, dass der kleine Boxerjunge während seiner Welpen- und Junghundezeit oftmals Hunger leiden musste und Essen ein sehr heikles Thema ist. Wir stellten uns von Beginn an darauf ein, analysierten Odin genau und arbeiten täglich intensiv mit ihm. Da generell der Zugang zu Nahrung und Ablauf der Fütterung in der Hundepension sehr strukturiert ist, stellten sich erste positive Veränderungen ein.

Nun müssen wir jedoch sagen, dass Odin aufgrund der schlechten Vergangenheit regelrecht traumatisiert ist und er in Bezug auf Nahrung eine wirklich äußerst geringe Toleranzschwelle hat. Sobald Odin den Verdacht auf Essen hat, legt sich ein Schalter in seinem kleinen Köpfchen um und er reagiert unberechenbar.

Ein Leben innerhalb des Hauses, umgeben von Nahrungsmitteln jeglicher Art, ist derzeit undenkbar und kann von uns nicht verantwortet werden.

Außerhalb der Reichweite von Nahrung ist Odin ein junger Boxer, den man leiten kann.

Menschen begegnet er neutral, er lernt langsam, wie toll streicheln und spielen sein kann. In Ruhe in seinem weichen Körbchen im Warmen zu schlafen, ist für ihn das Größte. Für einen ehemals obdachlosen Boxer, bedeutet dies bereits das Paradies.

Odin ist soweit angekommen, dass seine Taubheit in nicht vom Tiefschlaf abhält.

Odins Pensionseltern haben sich der Therapie von Hunden mit Verhaltensauffälligkeiten und Resozialisierung von Problemhunden verschrieben, so ist Odin sehr gut aufgehoben.

Wir möchten Odin jedoch gerne die Chance auf ein glückliches Boxerleben im eigenen Zuhause ermöglichen. Daher suchen wir Boxerleute die bereit sind Voraussetzungen zu schaffen, damit Odin auch jetzt schon in sein neues Zuhaue umziehen kann.

Odin bekäme sein eigenes, separates, warmes Reich, ohne Zugang zum Haus, aber natürlich emotional trotzdem ganz nah dran an seinen Leuten.

Seine Leute müssten bereit sein, konsequent die Regeln bezüglich Umgang mit Nahrung einzuhalten, um nicht aus falsch verstandener Liebe, sich oder Odin zu schaden.

Odin möchte ländlich mit eingezäunten Garten wohnen.

Zu seinem Haushalt sollten keine Kinder und keine Katzen gehören.

Odin muss noch viel nachholen und möchte noch viel lernen, zudem machen Odin unbekannte Dinge Angst und stressen den Kleinen sehr, daher müssen seine Leute bereit sein Odin alle Zeit der Welt zu geben.

Seine Leute sollten zudem keine Scheu vor seiner Taubheit haben.

Selbstverständlich geben wir in allen Fragen kompetente Hilfestellung und Begleitung.

Die Dauer des Aufenthaltes in unserer Partnerpension in Brandenburg (PLZ Raum 147...), sowie die Trainingsmaßnahmen sind momentan zeitlich nicht absehbar, daher würde es uns sehr helfen wenn wir liebe Paten/Spender für Odin gewinnen könnten.


10.12.20

Odin – Rüde – 1 Jahr 10 Monate - taub

Wir  können nur erahnen, was der kleine Odin in seinem jungen Alter bereits  alles erleben musste. Aber wir wissen, was Odin die Zukunft bringt: ein  Leben mit ganz viel Liebe in Sicherheit und Geborgenheit.

Odin  war bis vor wenigen Wochen ein obdachloses Boxerkind, er musste auf der  Straße leben, ohne ein warmes weiches Bettchen, ohne ausreichend  Nahrung und ganz sicher ohne wirkliche menschliche Fürsorge. Ganz im  Gegenteil, es ist anzunehmen, wenn Odin
aufgrund seiner Taubheit teils nicht reagierte, wurde er darauf mehr als grob gemaßregelt.

Odin  konnte es nicht fassen, dass man im Haus in einem kuschligen Bettchen  schlafen darf. Seine Nahrung konnte Odin zuerst nur mit einem steten  Seitenblick verschlingen. Immer ausreichend Nahrung und Wasser, welches  man zudem genüsslich aus einem
Napf zu sich nimmt, dies war dem Kleinem völlig fremd.

Da  sein Leben bislang vom Hunger geprägt war, ist Essen ein heikles Thema,  welches es zu verteidigen gilt. Mit Ruhe und Konzentration kann man  Odin aber sogar schon mit der Hand eine Kaustange geben. Einfach so  Leckerlies in der Hosentasche sind halt tabu.

Odin  kannte es nicht an der Leine zu laufen, worauf er aus Unsicherheit nur  mit Aggressionen antworten konnte. Eine mit laufende Hündin hat ihm  gezeigt,dass eine Leine nichts Schlimmes ist. Auch Menschen die einfach  nur lieb sind, ist eine völlig neue Erfahrung für den Kleinen. Nun  möchte er aber gerne bei den lieben  Menschen nah dran sein, alleine in  seinem Zimmer ist er gar nicht gerne.

Neue  Situationen machen Odin Angst und stressen den Kleinen sehr, daher muss  in aller Ruhe weiter mit Odin gearbeitet werden. Aber wir sind guter  Dinge, dass auch Odin seine Familie findet, die bereit ist mit ihm durch  Leben zu gehen.

Zu  der kleinen Besonderheit "taub" möchte ich nur sagen, als Handicap  sehen das nur wir Menschen. Bevor ich / wir unvergessliche Jahre mit  unserer tauben weißen Zaubermaus Emma verbringen durften, hatte ich da  auch meine Bedenken.

Aber  ich habe damals schon schnell festgestellt, man bekommt es hin und das  besser und schneller als gedacht. Mit Blick auf das Erlebte, mit ganz  viel Liebe und ein wenig Toleranz und Gelassenheit (welcher Boxerfreund  hat die nicht sowieso) geht alles.



Kontakt:
Neue Bundesländer
Annett List
Tel: 03908-590795

Wichtig:
Wenn Sie sich für diesen Boxer interessieren, dann füllen Sie bitte diesen Interessenten-Fragenbogen aus.  
Bitte haben Sie Verständnis dafür, denn ohne den ausgefüllten Fragebogen kann eine gewissenhafte Vermittlung unsererseits nicht erfolgen.

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