Paula - 20.12.18 - Boxer Nothilfe Deutschland e.V.

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Paula - 20.12.18

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20.12.2018
 

Paula 
 11.06.2007 - 02.11.2018


10 Jahre ist es jetzt her, dass Paula zu uns gekommen ist. Es war das erste Ferienwochenende der Weihnachtsferien und wir haben uns in aller Frühe auf den Weg gemacht, um Paula in der Nähe von Schweinfurt abzuholen. Die Entfernung von über 400 Kilometern, die Staus und der Schneeregen konnten uns nicht aufhalten und wir wurden für jeden Kilometer mit dem tollsten Hund der Welt belohnt.

Als wir mitten in der Nacht wieder zuhause waren, hat sich Paula nach einer kleinen Entdeckungsrunde sofort bei uns wohlgefühlt und ihr Körbchen in Beschlag genommen.

Paula eroberte unsere Herzen im Sturm. Und wie es sich für einen echten Familienhund gehört, war das kleine Boxerle natürlich bei allen Unternehmungen mit dabei.

Jeder Boxerfreund weiss, was für eine Bereicherung so eine platte Samtschnauze für die Familie ist. Man könnte seitenweise über die schönen und teilweise auch lustigen Erlebnisse schreiben.

Ein besonderes Highlight waren unsere Sommerurlaube in Tirol. Da wir immer an den selben Ort fahren wurde Paula schon bei ihrem zweiten Besuch überall herzlich begrüßt und es hieß immer: "Ach, die Paula ist wieder da!" Gerade als unsere Kinder älter wurden und auswärts studierten, hat Paula die Zeit im Urlaub, in der das Rudel dann zu sechst komplett war, sehr genossen. Wir haben viele schöne Wanderungen unternommen. Aber am tollsten fand Paula das Planschen und Toben in den vielen kleinen Bächen, der Tiroler Ache und dem Walchsee.

Im September 2017 ist Paula dann an Epilepsie erkrankt, konnte aber so gut eingestellt werden, dass sie noch viele Monate fast anfallsfrei blieb. An ihren 11. Geburtstag, dem 11.06.2018, ging es der inzwischen stark ergrauten Dame noch richtig gut. Leider hat sie dann im Sommer viele Anfälle bekommen und ziemlich abgebaut. Seitdem hat ihr Frauchen jede Nacht im Wohnzimmer bei ihr geschlafen, obwohl wir seinerzeit extra für Paula Teppichfliesen auf unsere Treppe geklebt haben, ist sie nie in der 1. Etage oder im Dach gewesen. Im Herbst kamen dann noch Rückenprobleme hinzu und sie konnte zum Schluss fast nur noch mit Hilfe laufen. Es war die furchtbarste Zeit unseres Lebens. Wir haben uns noch an den letzten Strohhalm geklammert und auf den Erfolg einer Medikamentenumstellung gehofft. An Allerheiligen hatte Paula dann sechs epileptische Anfälle innerhalb von 24 Stunden. Schrecklich! Als wir am nächste Morgen mit ihr beim Tierarzt waren, hat Paula uns ganz deutlich gezeigt, dass es jetzt an der Zeit ist, sie gehen zu lassen. Den Blick aus ihren treuen Boxeraugen werden wir nie vergessen.

Wir sind dann mit ihr nach Hause gefahren und sie hat ein paar Stunden geschlafen. Danach ist Paula noch in den Garten gegangen und hat dort bei sonnigem Herbstwetter sogar noch ein paar Schritte ohne unsere Hilfe geschafft. Nachmittags ist dann der Tierarzt zu uns gekommen und wir waren alle bei ihr als sie über die Regenbogenbrücke gegangen ist.

Es war so ein emotionaler Moment, den man mit Worten nicht beschreiben kann.
Wir möchten uns an dieser Stelle sehr bei unseren beiden Tierärzten bedanken, die Paula von der ersten bis zur letzten Sekunde innig geliebt hat.


Leb wohl, kleines Boxerle!

Mit traurigen Grüßen,
Thomas und Stephie Silberborth,
Alexandra, Amanda und Benedikt



 
 
 
 
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