25.08. 2003
Große Protest-Aktion: Aktivisten fordern gleiche Rechte für Tiere
Tierrechtsaktivisten aus ganz Deutschland haben ihre Kampagne gegen den Versuchstierzüchter Harlan-Winkelmann in Borchen bei Paderborn fortgesetzt.
Auf ihrer Website hatten sie für den 19. August zu einer großen Protest-Aktion per Telefon, Fax und e-mail gegen das Unternehmen aufgerufen, das Beagles und andere Tiere in großen Mengen züchtet und zu Versuchszwecken verkauft. Ein Sprecher der Firma erklärte, man habe mit den Anrufern gesprochen und sich über die gegenseitigen Standpunkte zum Thema ausgetauscht.
Die meisten Anrufer hätten die Meinung vertreten, dass Tiere die gleichen Rechte hätten wie Menschen. "Das kann ich zwar nachvollziehen, aber ich finde, dass es etwas zu weit geht", erklärte der Geschäftsführer der Firma. Genau Angaben über die Zahl der eingegangenen Anrufe und Schreiben wollte er nicht machen.
In der vergangenen Wochen demonstrierten die Tierschützer erneut vor der Harlan-Niederlassung in der Gartenstraße, um den Betriebsablauf zu stören und an das Gewissen der Mitarbeiter zu appellieren.
Auch in anderen Ländern mehren sich derzeit die Proteste gegen die Züchter von Versuchstieren. In Norwegen wurden am 13. August drei Hunde aus der einzigen Versuchstierzucht im Land (Gamelsrud) befreit, in Italien hat der Stadtrat von Reggio Emilia nach Angaben der Tierschützer aufgrund der anhaltenden Proteste ein Verbot von Zucht und Handel mit Versuchstieren für die Region erlassen. In England haben zwei Züchter aufgrund einer ähnlichen Kampagne ihre Betriebe geschlossen.
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