Tierversuche - das schwärzeste aller Verbrechen



In Deutschland werden jedes Jahr über 2 Millionen Tiere, das sind weit mehr als 4000 täglich, verbrannt, verbrüht, erdrosselt, eingefroren, erstickt, mit Elektroschocks traktiert, mit Protonen bestrahlt , bis die Augen zu kochen beginnen, die Augen zugenäht und auf unzählige andere Arten gefoltert und gequält.

Tierversuche sind im Grundgesetz durch die Freiheit zur Lehre und Forschung gesetzlich gesichert. Sie sollen Gesundheit und medizinischen Fortschritt sichern. Dagegen sprechen jedoch wissenschaftliche und ethische Argumente.

Durch die breite überparteiliche Allianz werden Tierversuche in hohen maße von Bund und Ländern subventioniert. So wurde z.B. das Versuchstierhaus der Uni Homburg Saar mit 1,5 Millionen Euro vom Saarland gefördert. Schleswig- Holstein zahlte für die Unterbringung von Mäusen und Ratten in neuen Containern 9 Millionen DM. Der Bau eines tierexperimentellen Zentrums der Uni Erlangen - Nürnberg wurde mit 26 Mio. Euro genehmigt, zusätzlich gab es 13 Mio. zum Bau eines Tierstalls. Das Primaten Zentrum in Göttingen wird jährlich mit 1,5 Millionen unterstützt und die Primatenstation der Uni Bremen wurde mit 1,8 Millionen von Bund, Land und DFG gefördert. Steuergelder für die Folter unschuldiger Lebewesen.

"Man durchtrennt Versuchstieren ihre Stimmbänder, um ihre Schreie nicht mehr hören zu müssen" (Eugen Drewermann)

Auch in Deutschland ist der "Verbrauch" an Tieren im Jahr 2001 wieder gestiegen, ein allgemeiner Trend in Europa, der auf Versuche im Bereich der Grundlagenforschung zurückzuführen ist. Gegenüber dem Jahr 2000 gab es einen Anstieg von 16,5% auf 2,127 Millionen in Versuchen verwendeter Tiere.

Vor der Öffentlichkeit streng abgeschirmt werden Tiere in grausamen Versuchen, die oft über Wochen andauern, gequält und als Meßinstrumente mißbraucht. Über 85% der Versuche sind in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Die Tiere werden verstümmelt, ihnen werden Verbrennungen zugefügt, sie werden vergiftet, ihre Knochen werden gebrochen, sie werden physisch abhängig gemacht, z.B. von Alkohol und durch psychische Folter zu "Monstren" gemacht, um unser Agressionsverhalten zu erforschen. Im allgemeinen wird das Wohl des Menschen hierbei gegenüber dem Wohl der Tiere abgewogen. Da die Gesundheit des Menschen höher bewertet wird als das Leben eines Tieres, darf nach dieser Argumentation, den Tieren die Gesundheit genommen werden, um den Menschen sie wieder zu geben. Bei genauer Betrachtung handelt es sich jedoch überhaupt nicht um eine direkte Abwegung zwischen Mensch und Tier. Nach eigenem Verständnis der Pharmaindustrie betreibt man "Forschung ins Ungewisse (...) Man vertraut dabei auf die eigene Leistung. Freilich wird auch immer mit Glück und Zufall gerechnet". Es gibt also keinen Konflikt bei dem zwischen Mensch und Tier direkt abgewogen werden muss, vielmehr forscht man ins Blaue hinein, in der Hoffnung auf fette Gewinne bei den Pharmaunternehmen, und der Aussicht auf Ruhm für einen Wissenschaftler. Hier zeigt sich der moralische Offenbarungseid, den sich unsere Gesellschaft beim Thema Tierversuche geleistet hat, am deutlichsten. Das wir wissenschaftliche Neugier und wirtschaftliche Interessen höher bewerten als das Leiden von Millionen unschuldiger Tiere läßt einen, wie Ursula Wolf schreibt, "an der Menschheit als ganzes verzweifeln".


Schließt Harlan Winkelmann - Stoppt Tierversuche


Die Kampagne der Tierrechtsinitiative Paderborn (TiPa) richtet sich gegen die Versuchstierzucht Harlan-Winkelmann in Borchen (bei Paderborn). Nach eigenen Angaben ist Harlan der zweitgrößte "Produzent" von sog. Versuchstieren in Deutschland. In Borchen werden Beagle und Mischlingshunde (ca. 800 Tiere), sowie Meerschweinchen, Hamster, Ratten und Mäuse gezüchtet.

Ziel ist es über das "Leben" und Schicksal der Tiere bei Harlan-Winkelmann, das Unternehmen selbst und dessen Bedeutung in der Versuchstierbranche informieren, sowie über die Problematik von Tierversuchen allgemein aufklären. So soll die Bevölkerung für das Thema sensiblisiert werden, und der öffentliche Druck auf die Harlan-Winkelmann GmbH wesentlich erhöht werden. Mit der Kampagne möchten wir zur Abschaffung von Tierversuchen beitragen.

Die Kampagne gegen Harlan-Winkelmann verfolgt somit zwei Ziele:

  • kurzfristig soll Harlan aus der Anonymität zu geholt werden um sie ins Bewußstsein, insbesondere der Paderborner Bevölkerung, zu bringen. Tierversuche und die damit zusammenhängende Industrie von Züchtern, Lieferanten etc. scheuen die Öffentlichkeit. Sie wollen ihr grausames Geschäft im verborgenen betreiben.


  • langfristg ist es das Ziel Harlan-Winkelmann zu schließen. Tiere sind keine Ware. Kommerzielle Versuchstierzüchter, die empfindungsfähige Lebewesen nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage anbieten, haben in unserer Gesellschaft keine Existenzberechtigung. Was wir brauchen sind tierversuchsfreie Testverfahren und eine verstärkte Förderung tierversuchsfreier Forschung.


  • Da Harlan u.a. auch Europas größtes Auftragslabor Huntingdon Life Sciences in GB beliefert, sieht sich Kampagne gegen Harlan als Teil der weltweiten SHAC Kampagne.