Heute muß ich Ihnen leider die traurige Mitteilung übermitteln, dass wir gestern ganz plötzlich unseren Iko verloren haben.
Ich hatte schon bemerkt, dass er sich seit einiger Zeit langsam veränderte, in der Form, dass er ruhiger und anhänglicher wurde. Da er im Oktober 10 Jahre alt geworden wäre und weil er sonst so war, wie immer, habe ich das auf das Alter geschoben.
Gestern nun ist er bei unserer Tour im Wald plötzlich ins Straucheln gekommen und ist einfach zu Seite hin umgefallen. Er hat sich sofort berappelt und ich bin dann gleich zu ihm und hab ihm wieder hoch geholfen. Ich habe ihn zum Auto getragen und bin dann gleich mit ihm in die Klinik. Dort hat man festgestellt, dass er einen sehr großen Tumor und innere Blutungen hatte. Die Ärztin hat mir gesagt, dass diese Art von Tumor sehr aggressiv sei und dass man ihn leider meist erst bemerke, wenn es zu spät sei. In seinem Fall war leider nichts mehr zu machen.
Uns tröstet nur das er zu keiner Zeit Schmerzen hatte.
Wir haben ihn vor neun Jahren bekommen - er war eiin Scheidungsopfer. Zu Anfang hat er uns schon sehr gefordert, weil er so agil war. Aber das hat uns auch gut getan.
Leider hatte er nach einem halben Jahr einen Kreuzbandriss und uns wurde gesagt, dass sein anderes Hinterbein auch nicht ganz in Ordnung wäre. Also mussten wir dem sonst so lebhaften Kerl Ruhe verordnen. Das war gar nicht so leicht.
Er hat ein Implantat bekommen und nach kurzer Zeit war alles verheilt. Wir haben dann stetig wieder mehr mit ihm gemacht und nach einer Weile sind wir so gar zum Agilitytraining gegangen. Das hat ihm viel Spaß gemacht und er war richtig gut. Wenn er Lust hatte. Manchmal allerdings waren andere Dinge einfach wichtiger.
Nach einer Weile fing er dann nach dem Training leicht an zu humpeln und so mussten wir damit aufhören. Ich habe dann einen kleinen Parcour im Garten gebaut und wir haben dort ruhiger weitergemacht. Er war total clever und hat schnell gelernt.
So ging ein um das andere Jahr herum. Für uns hat sich auch viel verändert, wir haben unser Geschäft aufgegeben, sind dann in Rente gegangen. Wir hatten den Tod einiger Familienmitglieder und auch selbst einige Krankheiten zu überstehen. Iko war aber immer da. Er wusste, wenn es uns einmal nicht gut ging und er war einfach da. Es genügte schon, wenn er sich einfach neben uns setzte und sich streicheln ließ. Es ist kaum zu glauben wie er uns oft getröstet hat.
Jetzt ist da eine große Leere und uns wird einmal mehr bewußt, was für ein toller Kerl er war. Hat selbst nie große Ansprüche gestellt und war mit allem zufrieden. Wir vermissen ihn so.
Traurige Grüße
Hugh und Walter Wingate
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