Duke - 18.11.20 - Boxer Nothilfe Deutschland e.V.

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Duke - 18.11.20

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18.11.2020

Duke
21.10.10 - 3.10.20



Am 3.10.20. - keine drei Wochen vor seinem 10. Geburtstag - ist unser Duki über die Regenbogenbrücke gegangen.

Wie gerne hätten wir noch einmal "Happy Birthday" für ihn gesungen. Das haben wir jedes Jahr getan und er hat uns immer mit großen Augen und dem typischen Köpfchen-Schräg angeguckt und dann sein Geschenk bekommen.

Dieses Jahr gab es das Geschenk schon im Juni zu seinem achten Jahrestag da wir seit April wussten, dass Duki nicht mehr lange bei uns sein würde.

Sechs Wochen nach seiner beidseitigen Hüft-OP zog Duke anderthalbjährig bei uns ein. Schon da zeigte sich, dass in ihm ein echtes Power-Paket steckt und wir mussten ihn in den ersten Wochen noch ganz schön bremsen. Als er dann endlich ohne Leine so richtig rennen durfte, sah man ihm das Glück förmlich an.

Auch wenn er boxertypisch gerne mal körperbetont gespielt hat, waren seine liebsten Hundefreunde doch immer die, mit denen er schnell und ausdauernd rennen konnte. Und wenn er mal nicht den richtigen Hund zum Rennen getroffen hat, ist er halt alleine über den Acker gejagt.

Duke war ein sehr kontaktfreudiger Hund und manchmal konnte er auch sehr hartnäckig sein, wenn er einen anderen Hund davon überzeugen wollte, dass er wirklich nett ist. Die meisten Hundedamen fanden ihn aber sowieso toll, einige so sehr, dass wir den Eindruck hatten mit dem George Clooney der Hundewelt Gassi zu gehen. Der Satz: "Meine mag keine Hunde/Boxer" endete meistens mit "außer Duke".

Bei seinen Gassirunden hat Duke immer sehr viel Wert auf Abwechselung gelegt, so dass wir schon kurz nach unserem Umzug alle drei sehr gute Ortskenntnisse hatten. Man hat uns oft gefragt, ob wir das wirklich gewesen sind, wenn mal wieder jemand ein Boxer-Mensch-Gespann kilometerweit von unserem Haus entfernt gesichtet hatte.

Da sowohl Futterhaus als auch Fressnapf von uns aus fußläufig zu erreichen sind, wurde die sogenannte "Große-Freß" nach Dukes Cushing-Diagnose zu einer seiner liebsten Gassirunden. Er wurde dort schon namentlich begrüßt und natürlich mit Leckereien verwöhnt.

Ein absolutes Highlight waren für Duke immer unsere Nordseeurlaube in Holland. Am Strand zu rennen und durchs Wasser zu preschen - für ihn gab es nichts Schöneres. Hier hat er gleich in unserem ersten gemeinsamen Urlaub sein Seepferdchen gemacht, als er über einen breiten und überraschend tiefen Pril springen wollte und sich verschätzt hat. Nach einem verdutzten Blick war er aber auch schon wieder an Land und wir wussten, dass er schwimmen kann.

Das Wattenmeer der deutschen Küste fand er hingegen etwas gewöhnungsbedürftig und die Ostsee auf Rügen war ihm zu seicht, aber Hauptsache er war dabei - und das war er immer. Den Leuchtturm für unsere Hochzeit haben wir unter anderem danach ausgesucht, ob Hunde mit hoch durften.

Letzten Sommer wurde Duke träge, appetitlos und er fing an Gewicht zu verlieren. Nach mehrfacher Anpassung seiner Vetoryl- und Forthyrondosis sowie erfolgreicher Lungenwurmbehandlung war Duke zwar wieder deutlich agiler, aber er nahm weiter ab und sein Appetit blieb schwankend.

Da zunächst kein Tumor gefunden werden konnte, vermutete seine Endokrinologin, dass sein Cushing durch ein Makroadenom ausgelöst werde, das würde auch erkären, warum er sich nicht gut auf Vetoryl einstellen ließe. Der Verdacht bestätigte sich. Leider wurde im April dann zusätzlich noch ein Tumor zwischen Blase und Prostata gefunden.

Wir hätten nicht gedacht, dass wir noch länger als vier Wochen mit ihm haben würden, aber Duke wollte leben und hat gekämpft, und wir haben ihn wo immer möglich dabei unterstützt.

Duki ist noch einmal richtig aufgeblüht und ist im Sommer wieder riesige Gassirunden gegangen, so dass wir wieder ungläubig gefragt wurden, ob das Duke gewesen sei, den man gesehen habe, da alle wussten, wie krank er war. Er hat Hundegesellschaft wieder genossen und - ganz Gentleman - die Hundedamen aus der Nachbarschaft abends nach Hause begleitet. Selbst seine Tierärzte waren überrascht, wie wohl er sich fühlt.

Ende September sind wir mit Duke noch einmal an die Nordsee gefahren, schon mit dem Wissen, dass es jetzt bald zu Ende geht. Das war sein Urlaub und auch wenn es wegen Corona "nur" das deutsche Wattenmeer war, hat er die Zeit sichtlich genossen.

Wir hatten bereits mit unserem Tierarzt besprochen, dass er uns einen Abschied zu Hause ermöglicht, aber Duke war schon immer ein außergewöhnlicher Hund und so ist er auch hier seinen eigenen Weg gegangen.

Es war spät am Freitagabend, als wir in Dukis Augen sahen, dass er nun bereit war zu gehen. Er war ganz ruhig und hatte keine Schmerzen, also haben wir ihm gesagt, es sei O.K. und er er solle loslassen - und genau das hat er getan. Um 2 Uhr morgens ist er ganz friedlich in unserem Beisein auf der Couch eingeschlafen.

An seinem 10. Geburtstag haben wir seine Asche unter dem Kirschbaum in unserem Garten beigesetzt, dort wo er so gerne gelegen und die Nachbarschaft beobachtet hat.

Wir vermissen unseren Duki sehr, aber tausende von schönen Erinnerungen lassen ihn in unseren Herzen weiterleben.

Dagmar & Marcus



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