Odin – Rüde – 1 Jahr 10 Monate - taub - Boxer Nothilfe Deutschland e.V.

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Odin – Rüde – 1 Jahr 10 Monate - taub

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10.12.20

Odin – Rüde – 1 Jahr 10 Monate - taub

Update: 28.02.2021

Unser Odin ist traurig, er möchte so gern sein kleines Herz verschenken, lest selbst.

Mein Name ist Odin, ich bin ein weißer Boxerjunge und ich bin taub.

Taub – ja und nun ?

Bin ich nun ein Boxer mit Behinderung? Oder ein Hund mit Handicap? Oder noch schlimmer ein Problemhund, praktisch ein tauber Problemhund, ein tauber Hund mit Vergangenheit, da ich die ersten 2 Jahre meines Lebens kein behütetes Leben führen durfte? Weil ich kein warmes Bett hatte, keine Liebe erfahren durfte und hungern musste, das habe ich mir nicht ausgesucht.

Nicht wegen meiner Taubheit, sondern wegen meiner Vergangenheit wurde ich zum Sorgenboxer, das möchte ich nicht mehr sein. In meiner Pension habe ich schon den schönen Namen „Schmusebär“ bekommen.

Aber es ist egal wie sehr ich mich anstrenge, wie sehr ich trainiere, mein durch Menschen gemachtes Trauma zu besiegen, mich möchte niemand so recht kennen lernen. Dabei weiß ich schon ganz genau, dass ich nicht mehr Hunger leider muss, das ich warten muss, bis mein Essen an seinem Platz steht. Ihr müsst nur immer für mich da sein, dann habe ich mein Trauma irgendwann ganz vergessen. Vielleicht ist meine Taubheit euer Problem?

Wenn ihr mit mir durchs Leben geht, dann erfahrt ihr, das man auch mit den Augen und der Nase „hören“ kann, das auch taube Ohren gekrault werden wollen und das auch ich ganz viel Liebe zu geben habe. Das meine tauben Ohren mich nicht am Schmusen, Spielen,Toben und Lernen hindern. Ich verspreche euch, ihr werdet meine Taubheit vergessen und ganz normal mit mir reden und ich werde euch verstehen. Auch zaubere ich euch schöne weiße Haare und Sabber auf eure neue Hose.

Ich bin halt ein Boxer, mit ganz besonderen Öhrchen...
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Update: 21.02.2021

Weitere 4 Wochen sind nun vergangen, in denen unser Odin ganz fleißig trainiert hat und wir uns so sehr über das Erreichte freuen.

Es ist an der Zeit, dass der kleine Mann seine Familie findet und wir sind froh, dass wir unsere Anforderungen an Odins Zuhause in einem wichtigen Punkt neu bewerten können.

Struktur und konsequente Fortführung des Trainings in Bezug auf Nahrung ist weiter notwendig, jedoch kann Odin nun direkt ins Haus umziehen.

Wir wünschen uns für Odin souveräne und erfahrene Boxerleute, die den Kleinen in Ruhe kennen lernen möchten und seiner Taubheit keine Bedeutung beimessen.

In die Kamera wollte Odin heute nicht schauen, aber was macht das schon, wir sind einfach froh, wenn der Kleine entspannt durch die Gegend schnüffelt.
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Update: 24.01.2021

Unserem kleinen Sorgenboxer Odin kommt in ganz kleinen Schritten zum Bewusstsein, dass er sich keine Sorgen mehr machen muss, er lernt zu vertrauen.

Die erste Zeit wollte Odin sein warmes Zimmer nur sehr kurz verlassen, nun werden seine Runden immer länger, selbst wenn es draußen kalt ist und ein wenig Schnee liegt.

Er weiß nun, dass Spielen und Kuscheln toll ist und zudem kommt auch das ganz "normale" Boxerkind zum Vorschein, man klaut gerne Holz das gerade aufgestapelt werden soll oder man betätigt sich auch gern mal beim Tiefbau.

Alle Aktivitäten werden jedoch sofort unterbrochen nähert sich Pflegefrauchen Beate dieser einen Tür. Odin weiß, nun ist Essenszeit und dies ist noch immer das absolut Wichtigste. Nach weiteren Wochen Training sind wir sehr froh über die doch recht gute Atmosphäre während der Futtergabe, da sich Odin stetig weiter entspannt.

Ein Anfang ist gemacht und wir sind positiv für Odins Zukunft gestimmt.

Damit unser Kleiner noch ein wenig mehr auf die Rippen bekommt, kann sein Napf nun mit sehr hochwertigen Futter gefüllt werden. Dies ist möglich dank unserer lieben Mitglieder Anke und Armin, mit ihrer tauben weißen Boxerdame Freya und ihrem Kumpel, Boxer Hugo.

Das Herz auf dem rechten Fleck, waren sie von Odins Geschichte so ergriffen, dass sie für Odin eine Futterpatenschaft übernommen haben und dem nicht genug Odin mit einem wunderbaren Halsband, Geschirr, Leine Set und mit Bällen bedacht haben.

Von Herzen Danke für eure großartige Unterstützung, ohne Menschen wie euch, wäre Manches nicht möglich.

Boxerleute, die denken sie könnten unserem Odin gerecht werden und ihm genau das Zuhause bieten, das der Kleine braucht, sich jedoch nicht sicher sind oder Fragen haben, sollten keine Scheu haben sich zu melden. Wir nehmen uns sehr gerne die Zeit.
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Update: 02.01.21

Odin ist nun unser neuer Sorgenboxer.

Bereits bei der Aufnahme von Odin war uns bewusst, dass der kleine Boxerjunge während seiner Welpen- und Junghundezeit oftmals Hunger leiden musste und Essen ein sehr heikles Thema ist. Wir stellten uns von Beginn an darauf ein, analysierten Odin genau und arbeiten täglich intensiv mit ihm. Da generell der Zugang zu Nahrung und Ablauf der Fütterung in der Hundepension sehr strukturiert ist, stellten sich erste positive Veränderungen ein.

Nun müssen wir jedoch sagen, dass Odin aufgrund der schlechten Vergangenheit regelrecht traumatisiert ist und er in Bezug auf Nahrung eine wirklich äußerst geringe Toleranzschwelle hat. Sobald Odin den Verdacht auf Essen hat, legt sich ein Schalter in seinem kleinen Köpfchen um und er reagiert unberechenbar.

Ein Leben innerhalb des Hauses, umgeben von Nahrungsmitteln jeglicher Art, ist derzeit undenkbar und kann von uns nicht verantwortet werden.

Außerhalb der Reichweite von Nahrung ist Odin ein junger Boxer, den man leiten kann.

Menschen begegnet er neutral, er lernt langsam, wie toll streicheln und spielen sein kann. In Ruhe in seinem weichen Körbchen im Warmen zu schlafen, ist für ihn das Größte. Für einen ehemals obdachlosen Boxer, bedeutet dies bereits das Paradies.

Odin ist soweit angekommen, dass seine Taubheit in nicht vom Tiefschlaf abhält.

Odins Pensionseltern haben sich der Therapie von Hunden mit Verhaltensauffälligkeiten und Resozialisierung von Problemhunden verschrieben, so ist Odin sehr gut aufgehoben.

Wir möchten Odin jedoch gerne die Chance auf ein glückliches Boxerleben im eigenen Zuhause ermöglichen. Daher suchen wir Boxerleute die bereit sind Voraussetzungen zu schaffen, damit Odin auch jetzt schon in sein neues Zuhaue umziehen kann.

Odin bekäme sein eigenes, separates, warmes Reich, ohne Zugang zum Haus, aber natürlich emotional trotzdem ganz nah dran an seinen Leuten.

Seine Leute müssten bereit sein, konsequent die Regeln bezüglich Umgang mit Nahrung einzuhalten, um nicht aus falsch verstandener Liebe, sich oder Odin zu schaden.

Odin möchte ländlich mit eingezäunten Garten wohnen.

Zu seinem Haushalt sollten keine Kinder und keine Katzen gehören.

Odin muss noch viel nachholen und möchte noch viel lernen, zudem machen Odin unbekannte Dinge Angst und stressen den Kleinen sehr, daher müssen seine Leute bereit sein Odin alle Zeit der Welt zu geben.

Seine Leute sollten zudem keine Scheu vor seiner Taubheit haben.

Selbstverständlich geben wir in allen Fragen kompetente Hilfestellung und Begleitung.

Die Dauer des Aufenthaltes in unserer Partnerpension in Brandenburg (PLZ Raum 147...), sowie die Trainingsmaßnahmen sind momentan zeitlich nicht absehbar, daher würde es uns sehr helfen wenn wir liebe Paten/Spender für Odin gewinnen könnten.

Odin ist mittlerweile zum Sorgenboxer geworden.

hier geht's zu unserem Online Spenden-Formular

hier geht's zu unserem Online Patenschafts-Formular


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10.12.20

Wir können nur erahnen, was der kleine Odin in seinem jungen Alter bereits alles erleben musste. Aber wir wissen, was Odin die Zukunft bringt: ein Leben mit ganz viel Liebe in Sicherheit und Geborgenheit.

Odin war bis vor wenigen Wochen ein obdachloses Boxerkind, er musste auf der Straße leben, ohne ein warmes weiches Bettchen, ohne ausreichend Nahrung und ganz sicher ohne wirkliche menschliche Fürsorge. Ganz im Gegenteil, es ist anzunehmen, wenn Odin
aufgrund seiner Taubheit teils nicht reagierte, wurde er darauf mehr als grob gemaßregelt.

Odin konnte es nicht fassen, dass man im Haus in einem kuschligen Bettchen schlafen darf. Seine Nahrung konnte Odin zuerst nur mit einem steten Seitenblick verschlingen. Immer ausreichend Nahrung und Wasser, welches man zudem genüsslich aus einem
Napf zu sich nimmt, dies war dem Kleinem völlig fremd.

Da sein Leben bislang vom Hunger geprägt war, ist Essen ein heikles Thema, welches es zu verteidigen gilt. Mit Ruhe und Konzentration kann man Odin aber sogar schon mit der Hand eine Kaustange geben. Einfach so Leckerlies in der Hosentasche sind halt tabu.

Odin kannte es nicht an der Leine zu laufen, worauf er aus Unsicherheit nur mit Aggressionen antworten konnte. Eine mit laufende Hündin hat ihm gezeigt,dass eine Leine nichts Schlimmes ist. Auch Menschen die einfach nur lieb sind, ist eine völlig neue Erfahrung für den Kleinen. Nun möchte er aber gerne bei den lieben  Menschen nah dran sein, alleine in seinem Zimmer ist er gar nicht gerne.

Neue Situationen machen Odin Angst und stressen den Kleinen sehr, daher muss in aller Ruhe weiter mit Odin gearbeitet werden. Aber wir sind guter Dinge, dass auch Odin seine Familie findet, die bereit ist mit ihm durch Leben zu gehen.

Zu der kleinen Besonderheit "taub" möchte ich nur sagen, als Handicap sehen das nur wir Menschen. Bevor ich / wir unvergessliche Jahre mit unserer tauben weißen Zaubermaus Emma verbringen durften, hatte ich da auch meine Bedenken.

Aber ich habe damals schon schnell festgestellt, man bekommt es hin und das besser und schneller als gedacht. Mit Blick auf das Erlebte, mit ganz viel Liebe und ein wenig Toleranz und Gelassenheit (welcher Boxerfreund hat die nicht sowieso) geht alles.




Kontakt:
Neue Bundesländer
Annett List
Tel: 03908-590795

Wichtig:
Wenn Sie sich für diesen Boxer interessieren, dann füllen Sie bitte diesen Interessenten-Fragenbogen aus.  Bitte haben Sie Verständnis dafür, denn ohne den ausgefüllten Fragebogen kann eine gewissenhafte Vermittlung unsererseits nicht erfolgen.

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