Dauersorgenkind Odin - Boxer Nothilfe Deutschland e.V.

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Dauersorgenkind Odin

Sorgenkinder > Dauerpflege

02.08.21

Odin – Rüde – 2 Jahre  – taub - kastriert


Update: 20.08.21

Wir sind sehr traurig, Odin gehört wieder zu unseren Sorgenboxern.

Wie wir bereits berichteten, wird Odin im Hundetrainingszentrum in Sallenthin durch Samira und ihrem Team auf sein neues Leben vorbereitet. Durch klare Strukturen bei der Futtergabe konnte Odin prompt, in unserer früheren Obhut, Erlerntes abrufen und verhält sich dabei wieder vorbildlich.

Beim täglichen Training zeigte sich bei Odin jedoch ein Defizit im Verhalten, welches nun im intensiven Verhaltenstraining korrigiert wird. Leider wurde Odin in den vergangenen Monaten immer wieder die Möglichkeit gegeben seinen Willen massiv durchzusetzen, ohne Konsequenzen für sein unerwünschtes Verhaltensrepertoire.

In der Entwicklungsphase des pubertierenden Junghundes war die fehlende Lenkung für Odin so gar nicht förderlich. Zumal er sich auf seine Erfahrungen als ehemaliges obdachloses Boxerkind, Dinge selber in die Pfote zu nehmen, gut berufen konnte.

Im Trainingszentrum wird Odin nun gezeigt, dass sein Mensch für ihn das Leben regelt.

Wir können noch nicht einschätzen welchen Zeitraum unser kleiner tauber Odin im Hundetrainingszentrum verbringen wird. Auch wenn ein spezielles Training sehr kostenintensiv ist, möchten wir Odin die Chance auf sein neues Leben nicht verwehren.

Wir hoffen auf eure Unterstützung liebe Boxerfreunde und würden uns sehr über liebe Paten oder eine Spende für Odin sehr freuen.

Bankverbindung:
Volksbank Bad Oeynhausen-Herford eG
IBAN DE86 4949 0070 2600 2055 00
BIC GENODEM1HFV
Verwendungszweck: Sorgenkind Odin
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02.08.21
Viele Boxerfreunde werden sich an unseren kleinen Odin erinnern. Tieftraurig müssen wir mit Odin nochmals auf die Suche nach seinem Zuhause für immer gehen.

Odin wird im Hundetrainingszentrum in Sallenthin auf seinen Neustart ins Leben vorbereitet. Bei Samira und ihrem Team hat bereits unsere Amy das Rüstzeug für ein neues Leben bekommen.

Eingewöhnung in der Trainingspension:
Odins kleine Welt war zuerst völlig aus den Fugen geraten. Nach kurzem Austesten seiner Grenzen, hat der kleine Mann aber zügig begriffen, es geht wieder anders lang. Wird Odin vor vollendete Tatsachen gestellt, kann er sich recht schnell einfügen und den Umstand dankbar annehmen. Odin ist ein sehr feinfühliger Rüde, der sich im Umgang mit Menschen hier sehr nett und bemüht zeigt. In der Interaktion macht sich teils eine gewisse Unsicherheit breit, man sieht förmlich wie sein Köpfchen rattert, er wartet auf positive Rückmeldung und benötigt emotionale Unterstützung. Angst zeigt der Rüde in keiner Weise, seinen Artgenossen wurde gleich vermittelt, hier bin ich, ohne jedoch die Anderen abzulehnen. Bekommt ein Mitbewohner vor ihm Futter, stellt sich Odin anders dar, hier muss ihm wieder eine klare Linie aufgezeigt werden.

Es zeigt sich, Odin kann in unserer früheren Obhut Erlerntes abrufen.

An der Leinenführigkeit muss wieder gearbeitet werden, bei Spaziergängen marschiert Odin freudig wie ein kleiner Ochse voran.

Der Stress hat Odin doch zugesetzt und wir müssen wieder an seinem Gewicht arbeiten.

Das Trainingskonzept wurde erstellt, was auch ein auf seine Taubheit angepasstes Rückruftraining beinhaltet. Dies soll Odin einen normalen Freilauf ermöglichen, ansonsten spielt Odins Taubheit keine große Rolle und stellt für den Kleinen keine Behinderung dar. Odins ganz besonderen Öhrchen sehen nur die Menschen als Handicap.

Odins Leben davor:
Als Odin Ende letzten Jahres in unsere Obhut kam, war der kleine, weiße Boxerjunge bis wenige Wochen zuvor ein obdachloses Boxerkind. Odin musste auf der Straße leben, ohne ein warmes weiches Bettchen, ohne ausreichend Nahrung und ganz sicher ohne wirkliche menschliche Fürsorge. Odin wurde sicher mehr als grob gemaßregelt, wenn der Kleine auf Grund seiner Taubheit teils nicht reagieren konnte.

Odin hatte gelernt die Dinge selber in die Hand zu nehmen, was ihm vielleicht sogar das Leben gerettet hat. Wir haben den Kleinen aufgefangen und versprochen, auf ihn wartet ein Leben in Sicherheit und Geborgenheit.

Es folgten intensive Trainingswochen, in denen Odin lernte zu vertrauen und seine Traumatisierung rückte immer mehr in den Hintergrund. Das Menschen einfach nur lieb sind, war eine völlig neue Erfahrung für den Kleinen. Kuscheln fand er bald so toll, dass er den Namen Schmusebär bekam. Um die positiven Veränderungen weiter zu festigen, hatte Odins Alltag Struktur, Führung und klare Richtungsweisung, so sollte es
auch im neuen Zuhause bleiben.

Als Odin sein Köfferchen packte, waren wir uns sicher, die richtige Entscheidung zu treffen.

Im neuen Zuhause wurde beim Zusammenleben leider Struktur und Führung zusehendes aus den Augen verloren. Aus falsch verstandener Liebe kam Odin ungewollt in die Situation, immer mehr die Führung zu übernehmen, was zwangsläufig zu nicht mehr tragbaren Konflikten führte.

Unverändert wünscht sich Odin souveräne Menschen an seiner Seite, die ihm Sicherheit geben und mit Einfühlungsvermögen ankommen lassen. Odin mag einen strukturierten Tagesablauf, konsequente Führung und klare Regeln, die er dann gerne befolgt.

Zudem sollten seine Leute Taubheit nicht als Problem ansehen.




Kontakt:
Neue Bundesländer
Annett List
Tel: 03908-590795

Wichtig:
Wenn Sie sich für diesen Boxer interessieren, dann füllen Sie bitte diesen Interessenten-Fragenbogen aus.  Bitte haben Sie Verständnis dafür, denn ohne den ausgefüllten Fragebogen kann eine gewissenhafte Vermittlung unsererseits nicht erfolgen.

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